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Redebeitrag Multifunktionsgebäude FCM

Redebeitrag unserer Stadträtin Dr. Monika Schunk
Plenum 24.02.2021  –  TOP 9 „Multifunktionsgebäude des FCM“

…nachdem wir als Grün-Linke Fraktion bei der Beschlussfassung Mitte Dezember diejenigen waren, die kritische Nachfragen äußerten, möchte ich auch heute ein paar wenige Worte verlieren.

Wir freuen uns, dass es dem FCM möglich ist, die alleinige Bauherrschaft und Finanzierung des Multifunktionsgebäudes zu übernehmen und als privater Träger flexibler, schneller und wunschgemäßer bei Ausschreibung, Vergabe und Baubeginn agieren zu können als dies bei einem städtischen Bau möglich gewesen wäre.

Dass die Stadt den Baugrund dafür im Sinne eines Erbpachtgrundstückes zur Verfügung stellt, begrüßen wir  – es handelt sich schließlich um eine städtische Sportstätte.

Unsere Bedenken gegen die ursprüngliche Vorgehensweise waren vorwiegend die, dass über den Mietkauf mehr als 30 Jahre lang jährlich ca. 60.000€ in Form von Mietzins und Unterhaltskosten in dieses Gebäude geflossen wären – in eine einzige Sportstätte unserer Stadt.

Unsere Befürchtungen, dass dies zu  – in gewisser Hinsicht auch berechtigten –  Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen führen würde, hat sich dann auch sehr schnell bewahrheitet.

Ein grundlegendes Gespräch aller sporttreibenden Vereine in Memmingen halten wir trotz der heutigen Entscheidung für sinnvoll und erarbeiten gerade in Absprache mit unserem Sportreferenten einen Antrag dazu.

Auch wenn der jährlich eingesparte Betrag nicht riesig ist, so freuten wir uns doch nach der Lektüre der Sitzungsunterlagen, dass dieser Betrag nun in anderer Form den Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen kann.

Was uns bei der Lektüre dieser Sitzungsunterlagen jedoch  – auch hinsichtlich unseres kritischen Redebeitrags – sehr nachdenklich gestimmt hat (und auch betroffen gemacht?), ist die gewählte Formulierung der „Querelen“, die durch den Einwand eines Stadtratsmitgliedes entstanden sind.

Unabhängig von Person, Sachbezug und thematischer Vorgeschichte sollten solche Nachfragen möglich sein, ohne den Stempel „Querelen“ zu bekommen.

Wir empfinden es als eine unserer Aufgaben als gewählte Stadträtinnen und Stadträte, auch kritische Nachfragen zu stellen, die möglicherweise zu veränderten Vorgehensweisen führen und gehen davon aus, dass niemand Nachfragen stellt in der ausschließlichen Absicht, das Arbeitsklima zu verschlechtern, sondern dies im Abwägen verschiedener Lösungen geschieht.

(MOS)

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